Das neue Carrousel Volant Une Minute von Blancpain
Die Manufaktur Blancpain beweist einmal mehr ihre Innovationskraft mit dem ersten Uhrwerk, das mit einem fliegenden Karussell ausgestattet ist, welches sich in einer Minute dreht. Das Karussell, diese seit mehr als einem Jahrhundert von den großen Namen der Uhrmacherei vernachlässigte Komplikation, ist eine valable Alternative zum Tourbillon. Wie der letztere Mechanismus soll auch das Karussell die Wirkung der Schwerkraft auf die Gangregelmäßigkeit der Uhr kompensieren. Mit der erstmaligen Miniaturisierung auf Armbanduhrgröße rehabilitiert die Manufaktur diese Komplikation und eröffnet ihr neue Perspektiven.
Damit setzt Blancpain erneut einen Meilenstein in der Geschichte der Uhrmacherei und beendet gekonnt die jahrzehntelange Auseinandersetzung über die richtige Definition des Karussells.
Als um 1989 nur wenige Marken die Anfertigung klassischer Tourbillon-Drehgestelle beherrschten, zeichnete sich Blancpain mit der Konstruktion des flachsten Tourbillons der Welt aus. Für seine Verwirklichung hatten die Uhrmachermeister der Manufaktur aus Le Brassus die klassische Anordnung der Unruh geändert, um die Vorrichtung möglichst fein gestalten zu können. Sie wichen so deutlich vom historischen, von Abraham-Louis Breguet entwickelten Konzept ab, der die Unruh ins Zentrum des Käfigs gesetzt hatte. Zahlreiche Liebhaber dieser Komplikation fanden damals, Blancpain habe sich damit zuviel Freiheit herausgenommen, und etliche wollten diese neuartige Anordnung nicht als echtes Tourbillon anerkennen. Tatsächlich war die Funktion gewahrt, aber die Form neu konzipiert worden. Mit dieser Neuauslegung der großen Tradition bestätigte sich die Manufaktur Blancpain bereits in ihrer Doppelrolle als Hüterin eines uhrmacherischen Erbes und als weitsichtige Erneuerin.
Eine bedeutende und patentierte Entwicklung
Das neue Carrousel Volant Une Minute von Blancpain ist das Ergebnis eines ähnlichen Vorgehens. Das 1892 vom dänischen, im englischen Coventry lebenden Uhrmacher Bahne Bonniksen erfundene Karussell beruht auf einem System, bei dem der Drehkäfig über ein Differential angetrieben wird. Obwohl dieser Mechanismus robuster ist, wurde er von den Uhrmachern lange Zeit vernachlässigt. Nun hat ihn die Manufaktur wieder aktualisiert, und zwar mit einer wichtigen, patentierten Weiterentwicklung.
Während die ersten Karussells mehrere Minuten für eine Umdrehung benötigten, legt dasjenige von Blancpain denselben Weg in exakt 60 Sekunden zurück, und das darf als echte Meisteleistung bezeichnet werden. Diese schnelle Rotation und die Anstrengungen, diese Erfindung wiederauferstehen zu lassen, illustrieren einmal mehr den Pioniergeist der Manufaktur aus Le Brassus. Unter der Referenznummer 225 registriert, besteht dieses Kaliber mit Automatikaufzug aus 262 Einzelteilen und zeigt eine Gangreserve von 100 Stunden an. Eingeschalt ist es in ein Platingehäuse von 43,5 mm Durchmesser mit halbskelettiertem Zifferblatt, das den Blick auf das Räderwerk, die Brücken und Platinen freigibt. Bei 12 Uhr offenbart ein «Lichtschacht» die Bewegungen des fliegenden Karussells, dessen eine Brücke als Sekundenzeiger fungiert. Bei 6 Uhr kann der Stand der Gangreserve an einem Zeiger abgelesen werden, der einen Kreisbogen zwischen den Zeichen «+» und «-» beschreibt. Ein Doppelzeiger mit verschieden langen Armen gibt bei 9 Uhr das Datum auf zwei versetzten Skalen an.
KARUSSELL – DIE RENAISSANCE
Nachdem Blancpain 1989 das Tourbillon mit der Präsentation einer extraflachen fliegenden Konstruktion mit einer aus der Mitte verschobenen Unruh revolutionierte, stellt die Manufaktur heute mit dem Carrousel Volant Une Minute eine noch nie dagewesene Interpretation des Karussell-Schwerkraftkompensators vor. Diese raffinierte Technik, die in der Wirkung derjenigen des Tourbillons entspricht, zeichnet sich durch ihre offensichtliche Komplexität aus. Blancpain bestätigt ihre Rolle einer unvergleichlich innovativen Marke mit der Rehabilitierung und Verbesserung des Karussells, einer Komplikation, die schon kurz nach ihrer Erfindung durch Bahne Bonniksen, 1892, in Vergessenheit geriet. Indem die Manufaktur die Prinzipien des dänischen Uhrmachers aufgriff und entscheidend weiterentwickelte, beweist sie einmal mehr ihren Elan. Und sie setzt außerdem einer Kontroverse ein Ende, die Anlass für zahlreiche Streitgespräche unter Spezialisten war.
Tourbillon und Karussell haben gemein, dass sie die Auswirkungen der Schwerkraft auf die Halbschwingungen der Unruh und damit auf die Ganggenauigkeit der Uhr ausgleichen. Indem die gesamte Zeitteilervorrichtung mit Unruh, Spiralfeder und Hemmung in einem Drehkäfig untergebracht ist, kompensiert das Uhrwerk den Einfluss der Erdanziehungskraft, weil dank der ständig wechselnden Stellung der Unruh allfällige Abweichungen von selbst wettgemacht werden.
Karussell und Tourbillon unterscheiden sich jedoch in der Art und Weise, wie sie diese Funktion ausführen. Im Fall des Tourbillons ist der Drehkäfig direkt über das Sekundenrad mit dem Federhaus verbunden. Wird diese mechanische Verbindung angehalten, hört auch der Tourbillonkäfig zu drehen auf. Das Karussell hingegen ist über zwei Zahnräder mit dem Federhaus verbunden. Das eine treibt das Hemmungsrad an, das zweite steuert die Rotationsgeschwindigkeit des Drehkäfigs. Der Unterschied zwischen den beiden Systemen besteht also in der durchdachteren und von den Komponenten her reicheren Konstruktion des Karussells.
60 Sekunden und ein Blancpain-Patent
Das Carrousel Volant Une Minute von Blancpain geht viel weiter als dasjenige von Bonniksen. Während dieser der Drehgeschwindigkeit des Käfigs keinerlei Beachtung schenkte, so dass diese je nach Modell 27 oder gar 42 Minuten betragen konnte, hatte sich die Manufaktur vorgenommen, das System der Übersetzung des Karussellkäfigs, das bisher noch nie gründlich studiert worden war, exakt in den Griff zu bekommen. Indem Blancpain ein System erarbeitete und patentierte, dank dem sich das Karussell in genau 60 Sekunden einmal dreht, leistete die Manufaktur einmal mehr einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Uhrmacherkunst.
1989: das extraflache fliegende Tourbillon
Es ist nicht das erste Mal, dass Blancpain eine legendäre uhrmacherische Komplikation völlig neu interpretiert. 1989 gab die Präsentation des Modells mit extraflachem fliegendem Tourbillon und einer Gangreserve von 8 Tagen viel zu reden und zu schreiben. Die Manufaktur aus Le Brassus hatte es nämlich gewagt, eine der symbolträchtigsten uhrmacherischen Raffinessen zu hinterfragen: das Tourbillon in der Form, wie es von Abraham-Louis Breguet an der Wende zum 19. Jahrhundert erfunden worden war.
Der angesichts seiner unglaublich vielen Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen zu Recht als wohl größter Uhrmacher aller Zeiten betrachtete Neuenburger Abraham-Louis Breguet reichte den Patentantrag für das Tourbillon 1801 in Paris ein. Der ausführliche Antrag beschreibt das Prinzip der Komplikation, ergänzt durch eine illustrierte Version des Systems. Die Zeichnung zeigt eine Hemmung im Zentrum eines Drehkäfigs, und diese Anordnung wurde von Generationen von Uhrmachern unverändert übernommen. Dies obwohl in der Patentschrift nirgends geschrieben steht, die Anordnung müsse zwingend eingehalten werden. Sie lässt also die Freiheit, den Mechanismus anders zu konzipieren, solange er seinen Zweck erfüllt. Diese Möglichkeit wurde von Blancpain geschickt genutzt, indem die Marke anno 1989 ein neuartiges Uhrwerk vorstellte, das mit dem flachsten fliegenden Tourbillon der Welt ausgestattet war. Die Nachricht von dieser Neuerung sorgte für Aufruhr in der Welt der Haute-Horlogerie-Puristen. Die traditionalistischsten Uhrenliebhaber waren es derart gewohnt, diese Komplikation in der von Breguet vorgeschlagenen Konfiguration zu sehen, dass sie diese alternative Sicht der Dinge nicht akzeptierten und fälschlicherweise als Karussell bezeichneten. Dabei war Blancpain der Meisterstreich gelungen, dem Tourbillon ein neues Gesicht zu verleihen und gleichzeitig seine Funktion zu bewahren.
2008: das Carrousel Volant Une Minute
Mit dem ganz zentral angeordneten Carrousel Volant Une Minute definiert Blancpain einmal mehr die Charakteristiken einer alten Erfindung völlig neu. Als Bahne Bonniksen das Karussell erfand, wollte er vor allem eine höchst genaue Taschenuhr zu einem günstigen Herstellpreis anbieten. Nach der Patentierung seiner Entwicklung gewannen denn auch mehrere seiner Uhren Chronometer-Auszeichnungen. Zur Kostendämpfung vermochte jedoch diese Vorrichtung angesichts ihrer vielen Einzelteile nichts beizutragen. Und darüber hinaus kümmerte sich Bonniksen auch in keiner Weise um die Drehgeschwindigkeit seines Karussells.
Die Uhrenkenner hätten diese seltene Komplikation zweifellos längst vergessen, hätte Blancpain nicht beschlossen, sie auf magistrale Weise zu neuem Leben zu erwecken. Wie die Manufaktur aus Le Brassus es bereits beim Tourbillon vorexerziert hatte, bewahrte sie die Funktion der Vorrichtung, verbesserte sie jedoch grundlegend.
Als erste Karussell-Armbanduhr der Geschichte basiert die Erfindung von Blancpain zunächst einmal darauf, dass es gelang, diesen extrem komplizierten Mechanismus zu miniaturisieren. Als weitere bedeutende Erfindung schafften es die Uhrmachermeister von Blancpain dank ihrem Savoir-faire und Erfindungsreichtum zudem, die Unruh im Zentrum des Karussellkäfigs zu plazieren. Darüber hinaus verfügt das Carrousel Volant Une Minute von Blancpain über ein exklusives Übersetzungssystem, das die Rotationsgeschwindigkeit des Käfigs exakt steuert. Allein schon mit dieser einmaligen Drehung des Karussells in 60 Sekunden kündigt das neue Kaliber – eine Weltpremiere – eine neue Familie exklusiver Zeitmesser an.
Abgesehen von den erfolgreich gemeisterten technischen Herausforderungen leistet sich die Manufaktur aus Le Brassus damit im Rückblick eine amüsante kleine Revanche. Als verschiedene selbsternannte Spezialisten seit 1989 erklärten, das Tourbillon von Blancpain sei wegen seiner exzentrisch angeordneten Unruh im Grunde ein Karussell, fügten sie jeweils belehrend an, die Unruh in der Mitte sei das wahre Erkennungszeichen des Tourbillons. Heute freut sich die Manufaktur Blancpain um so mehr, einen Komplikationsmechanismus vorzustellen, bei dem es sich unzweifelhaft um ein Karussell handelt… mit einer Unruh in der Mitte des Drehkäfigs! Zumindest in diesem Punkt sollten die Uhrmacher-Lehrbücher korrigiert werden!
BLANCPAIN CARROUSEL VOLANT UNE MINUTE
Das Carrousel Volant Une Minute von Blancpain, diese zauberhafte uhrmacherische Konstruktion, bildet auf dem Schachbrett der Komplikationen eine interessante Alternative zum Tourbillon. Als erstes Karussell der Geschichte in einer Armbanduhr angeboten, überrascht es nicht nur durch seine Konstruktion mit der Unruh in der Mitte des Drehkäfigs, sondern auch durch das Verhältnis von Größe und Gangreserve, ist dieser Zeitmesser von Blancpain doch damit die leistungsfähigste Uhr mit Karussell, die je verwirklicht wurde. Dieses neue Modell im Katalog der Manufaktur aus Le Brassus gehört zu einer bestehenden Modellfamilie. Die Marke hat es denn auch nicht in eine der traditionellen Kollektionen eingegliedert, die ihr weltweites Ansehen begründeten. Das Modell mit fliegendem Ein-Minuten-Karussell verfügt über einen eigenen Status, der durchaus der vielversprechende Auftakt einer neuen Linie sein kann.
Das Kaliber mit der Referenz 225 besteht aus 262 Einzelteilen – davon 36 Rubinen – und ist mit einer Unruh mit Schrauben und einer flachen Spirale ausgestattet. Es verfügt über die Anzeigen Stunden, Minuten, Sekunden und Datum sowie ein fliegendes Karussell, das sich in einer Minute um die eigene Achse dreht. Dieses mechanische Kaliber mit Automatikaufzug, dessen Unruh mit 21’600 Halbschwingungen getaktet ist, bietet außerdem eine Gangreserve von 100 Stunden. Die Datumkorrektur erfolgt mit dem exklusiven, von Blancpain entwickelten und patentierten System der Korrekturdrücker unter den Anstößen oder Gehäusehörnern: Ein Druck auf den Knopf unter dem Horn bei 10 Uhr genügt, um das Datum um einen Tag vorzustellen. Diese dank ihrer Unauffälligkeit ästhetische und zugleich praktische Korrekturvorrichtung garantiert optimalen Bedienungskomfort.
Dank dem halbskelettierten Zifferblatt kann man das Zusammenspiel der Zahnräder und die puristische Architektur der handanglierten Brücken und Platinen bewundern. Die Stunden- und Minutenzeiger in Schwertform, die teilweise durchbrochen und an der Spitze mit Superluminova beschichtet sind, wandern über eine Geleise-Minutenteilung, die aus abgeschrägten Stundenindexen und feinen schwarzen Linien besteht. Bei 12 Uhr bringt ein Lichtschacht das Karussell in seiner ganzen Vielschichtigkeit zur Geltung. Diese Anordnung betont die Formen des Drehkäfigs, dessen eine Brücke als Zeiger ausgebildet ist und die Sekunden angibt. Der Zustand der Gangreserve kann bei 6 Uhr an einem Zeiger abgelesen werden, der auf einer Skala von «+» zu «-» wandert. Die beiden Ziffern, auf beiden Seiten eines mit den Zifferblatträndern verbundenen Kreisbogens graviert, rahmen den Schriftzug «carrousel» in seiner Mitte ein. Bei 9 Uhr wird das Datum in einem Halbkreis angegeben, der ebenfalls mit dem Rand des Zifferblatts verbunden ist. Es kann dank dem sinnreichen System eines unterschiedlich langen Doppelzeigers abgelesen werden. Der Name «Blancpain» wiederum erscheint bei 3 Uhr und sorgt für eine vollkommene Ausgewogenheit des gesamten Zifferblattdesigns.
Um den außergewöhnlichen Charakter des Modells Carrousel Volant Une Minute zu unterstreichen, schneiderte ihm Blancpain ein Gewand auf der Höhe seiner technischen Qualitäten. Das Gehäuse mit 43,5 mm Durchmesser – einer neuen Größe im Sortiment der Marke – besteht aus Platin 950, dem kostbarsten und am schwierigsten zu bearbeitenden Gehäusewerkstoff. Seine wohldurchdachte Schlichtheit und der großzügige Durchmesser verleihen dem Zeitmesser Kraft und Eleganz. Die gerändelte Krone ist auf der Stirnseite mit dem Blancpain-Signet geschmückt. Ausgestattet ist dieser Ausnahmezeitmeser mit einem schwarzen Krokolederband mit einer Faltschließe aus Platin 950.
DIE IDEE VON BREGUET UND JENE VON BONNIKSEN
Angesichts der Schwierigkeit, die Ursachen der Gleichgewichtsabweichungen der Unruh zu eliminieren, hatte Abraham-Louis Breguet Ende der 1770er Jahre die geniale Idee, sie zu vervielfachen und damit ihre Auswirkungen aufzuheben. Zu diesem Zweck ersann er einen Mechanismus, in dem sowohl die Hemmung als auch das Regulierorgan Unruh-Spiralfeder auf einer winzigen Plattform montiert wurden, die in einer, vier oder sechs Minuten eine vollständige Umdrehung machte. Da die Abweichungen – sprich: geringfügige Verlangsamungen oder Beschleunigungen wegen der ändernden Erdanziehungskraft – sich so im einen wie im andern Sinn in regelmäßigen Abständen wiederholten, hoben sie sich auch gegenseitig auf. Das Vor- oder Nachgehen der Uhr während einer halben Umdrehung des Käfigs wurde so automatisch durch dieselben Phänome in der zweiten Halbdrehung kompensiert. Breguet beschrieb dieses Prinzip in mehreren Denkschriften zwischen 1779 und 1800, doch erst am 26. Juni 1801 gewährte ihm das Innenministerium das Patent und Privileg, während 10 Jahren als einziger diese Art von Uhren bauen zu dürfen. Die Patentschrift von Breguet erklärt, dass in einer Regulatoruhr mit Tourbillon das Hemmungsrad ungeachtet des Hemmungstyps – mit Anker oder Gesperr – durch den Drehkäfig mitgenommen wird, da dieser integrierender Bestandteil des Räderwerks ist. Im übrigen dreht sich auch die Unruh in Fortsetzung ihrer Schwingachse um sich selbst.
Mit andern Worten: Der Kipp- oder Endpunkt der Unruhschwingungen befindet sich bei A.-L. Breguet genau in der Mitte des Drehkäfigs. Und das ist auch der Fall beim Karussell von Blancpain… Fast ein Jahrhundert nach Breguet wollte der dänische, in London etablierte Uhrmacher Bahne Bonniksen (1859-1935) einer aktuellen Nachfrage gerecht werden. Es ging ihm darum, eine sehr genaue Taschenuhr günstiger herzustellen als die marktgängigen Tourbillonmodelle. 1892 ließ er eine Uhr patentieren, die er Karussell getauft hatte, weil sich in dieser Konstruktion die Unruh um sich selber drehte. Die Dauer dieser Umdrehung kümmerte Bonniksen jedoch wenig, und dennoch erhielten manchen seiner so konstruierten Uhren Preise für ihre Ganggenauigkeit.
Obwohl das Bonniksensche Karussell das Ziel der Präzision erreichte, klappte es mit dem erschwinglicheren Preis als demjenigen eines Tourbillons nicht wirklich. Der Däne glaubte nämlich, sein Karussell benötige weniger Zeit für die Regulierung. Aber da sein Mechanismus aus mehr Einzelteilen bestand, tauchten weitere Schwierigkeiten auf. Dies war zweifellos der Grund, wieso das Karussell lange Zeit belächelt wurde. Nur vergass man dabei, dass man dies im Schatten des Uhrmachers der Könige und Königs der Uhrmacher nicht lange ungestraft tut! Heute sollte die durch die Erfindungen und Weiterentwicklungen von Blancpain möglich gewordene Renaissance des Karussells erlauben, dass diese Komplikation ihre Legitimität aus eigener Kraft wiederfinden und ihre echten Komplexität beweisen kann. Komplexität, die mit der von der Manufaktur aus Le Brassus präsentierten Innovation eines exakt in 60 Sekunden drehenden Karussells noch offensichtlicher geworden sind. (Blancpain Presse)


