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Die Einheits-NOMOS


Grau dominiert, regiert – jedoch aufs Schönste: 20 Jahre nach dem Mauerfall gibt es eine limitierte Edition von 20 Orion-Modellen, die “Einheits-NOMOS”. Jede Uhr ist grau und jede trägt den Namen einer Stadt.

Nicht unbedingt blühende Landschaften, aber: Es gibt delikates farbiges Grau an der Schwelle zum Rosa. Das ist Schildau. Welches, das silbern oder bläulich wirkt wie der Himmel im März, fast wie Schwarzenberg. Grau kann Dunkellila sein, siehe Lützen, fast Azurblau oder monochrom in Grün fallen, Oliv erzeugen. Grau kann fast alles, Grau kann Deutschland sein.*

Die "Einheits-NOMOS". Jede Uhr ist grau und jede trägt den Namen einer Stadt.
Die "Einheits-NOMOS". Jede Uhr ist grau und jede trägt den Namen einer Stadt.

20 mal 20 Uhren, auf je 20 Stück limitiert – so eisern rationiert war noch kein NOMOSModell. Die Wahl dürfte denen, die es haben wollen, nicht leicht fallen, denn eben: Jede der Uhren ist grau. Die unterschiedlichen Grautöne sind keineswegs beliebig; der Gestalter dieser Uhr, der Berliner Michael Paul, 34, hat Städte in der ostdeutschen Provinz besucht, die Grauwerte gemessen und daraus Zifferblätter gemacht. Die Uhren sind benannt nach eben diesen Städten, und die Serie dieser Uhren heißt, klar, im Mauerfall-Jubiläumsjahr: Einheits-NOMOS.

“Diese Serie ist die vielleicht konsequenteste NOMOS-Edition überhaupt. Zwischen diesen Nuancen zu entscheiden, das vermögen nur Ästheten”, findet NOMOS-Sprecherin Ute Fischer-Graf, 43. “Und Humor und Geschichtsbewusstsein gleichermaßen beweisen, das ging auch noch mit keiner Uhr.

Die Sonderserie Einheits-NOMOS, eben fertig geworden, kommt noch vor dem 20. Jubiläum des Mauerfalls in den Handel. Ausgestattet sind alle 20 mal 20 Uhren wie die Standard-Orions der Glashütter Manufaktur: unterschiedlich. Manche mit Saphirglasboden, manche ohne, einige mit Indexen in Stahl, andere mit solchen, die vergoldet sind. Der Preis richtet sich nach dem Boden: 1240 Euro kosten die Exemplare mit Glasboden, 1040 Euro die anderen. Nur eine Uhr fällt mit 4360 Euro und auch sonst etwas aus dem Rahmen: Modell Glashütte. Diese Stadt, so fand man bei NOMOS, hat ein massiv goldenes Gehäuse verdient.

* Einwände? Grau sei die Farbe von Mittelmaß, von Langeweile, Staub und Finanzbuchhaltung? Die
Farbe von Sekundärtugenden, die des Alters, der Unfreundlichkeit? Nein. Grau wird verkannt. Grau ist
“stumm, aber leicht erregbar zu herrlichen Tönen”, sagte einst auch der Schweizer Maler und
Kunsttheoretiker Johannes Itten, und er hatte recht. Schon für Goethe, der sich in Weimar (auch das
eine Uhr der NOMOS-Serie!) intensiv damit beschäftigt hat, entstehen alle Farben aus “dem Trüben”,
aus dem Grau. Nach seiner Theorie bilden all jene Farbpaare eine Einheit, die einander zum Grau
ergänzen: die Komplementärfarben wie etwa Rot und Grün oder Gelb und Lila. Auch die Mischung der
Grundfarben Gelb, Rot und Blau ergibt Grau – weshalb es in Goethes Farbkreis in der Mitte steht.
Gerhard Richters Ausstellung “Acht Grau” in der Kunsthalle Deutsche Guggenheim wurde weltberühmt.
Und: Grau ist glaubwürdig, verlässlich, die Farbe des Wissens und wir finden – wunderschön. Michael
Paul, der Gestalter dieser Uhr, hat übrigens eine Lieblingsfarbe: Grau. (NOMOS Presse)

Sonderedition EINHEITS-NOMOS

  • Uhrwerk: Manufakturkaliber mit Handaufzug (Alpha)
  • Limitierung auf 20 x 20 Uhren
  • Gehäuse: dreiteilig, Durchmesser 35 mm, gewölbtes Saphirglas,
  • Stahlboden oder Saphirglasboden
  • Zifferblatt: galvanisiert, verschiedene Grautöne
  • Zeiger: Stahl, vergoldet oder poliert und rhodiniert
  • Wasserdicht bis 3 atm
  • Armband: Horween Shell Cordovan
  • Preis: 1.040 EUR bzw. 1.240 EUR

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